The Lone Ranger

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Mit Johnny Depp und Armie Hammer in den Hauptrollen sowie “Fluch der Karibik”-Regisseur Gore Verbinski beeindruckt Lone Ranger schon allein durch seine Star-Besetzung. Einen drauf setzt nur noch die kuriose Vorstellung, Jack Sparrow im Indianerkostüm und mit einem toten Vogel auf dem Kopf durch die Prärie rennen zu sehen.


Tatsächlich scheint der von Depp verkörperte Tonto in Verhalten und Charakter ein wenig an den allzu bekannten Piratenkäptain angelehnt zu sein. Armie Hammer, der bisher scheinbar nur historische Gentlemen spielen durfte, bekommt mit dieser erstmals etwas aktiongeladenen Rolle, die zugegebenermaßen durch den etwas naiven Pazifismus seines Charakters John Reid relativiert wird, auch mal sein Fett weg.

John Reid wird von einem weißen Pferdegeist nach einem Schuss ins Herz wiederbelebt und reist fortan mit dem Indianer Tonto an seiner Seite durch den Wilden Westen, um Vergeltung an dem Gangster Cavendish (William Fichtner) für den Tod von Dan, Johns Bruder zu suchen.
Die folgende Geschichte lehnt sich an die alte Hörspielserie aus dem Radio an und sorgt seit Jahren der Flaute wieder für einen puren Hollywood-Western. Das Aufgreifen dieses historischen Western-Duos ist ebenfalls das erste Mal seit 32 Jahren.

Gerade die cinematographische Aufbereitung des Wilden Westens gepaart mit einigen wirklich spektakulären Animationen machen den sonst eher untypisch aktionfreien Western doch wieder spannend. An anderen Stellen wurden dafür Szenen alleine aufgrund ihres historischen Wertes mit aufgenommen und wirken im Gesamtbild des aufbereiteten Werkes eher verloren und fehl am Platz.
Zweieinhalb Stunden Filmlänge scheinen daher nicht ganz angebracht für eine Story, die sich auch auf eine kürzere Spielzeit herunterschneiden hätte lassen können, sehenswert ist der Film trotzdem – schon allein aufgrund seiner inhaltlichen Einmaligkeit.

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