Eurovision Song Contest – Stefan Raab kooperiert mit der ARD

Nun also doch! Obwohl er im Mai dieses Jahres der ARD eine Absage mit der Begründung erteilte, die Entscheidungen des Senders seien zu kompliziert, scheint man sich letzten Endes doch einig geworden zu sein: Der ProSieben-Moderator und erfolgreiche Entertainer Stefan Raab wird bei der Übertragung des kommenden Eurovision Song Contests im Ersten mitwirken. Diese Zusammenarbeit stellt sowohl für den öffentlich-rechtlichen Sender als auch für den Privatsender ProSieben eine Premiere dar.

Beide Sender wollen nun in mehreren Castingshows gemeinsam den Kandidaten für den Wettbewerb ermitteln. Geplant sind bisher acht Shows, in welchen zwanzig Finalisten für Deutschland ausgesucht werden, die um den Einzug zum Eurovision Song Contest, welcher im kommenden Jahr in Norwegens Hauptstadt stattfinden wird, konkurrieren. Hierbei soll jungen, bisher unbekannten Künstlern die Chance auf eine Teilnahme ermöglicht werden.

Zusammen mit weiteren bekannten Juroren wird Stefan Raab die Teilnehmer prüfen und unterstützen. Am Ende wird jedoch das Fernsehpublikum entscheiden, welcher Kandidat für Deutschland beim Eurovision Song Contest antreten wird.

Durch Stefan Raabs Mitarbeit wird leider sein jährlich veranstalteter Bundesvision Song Contest nicht stattfinden.

Ich bin mir sicher, dass die Zusammenarbeit mit ProSieben dem öffentlich-rechtlichen Sender ARD definitiv mehr Quoten einbringen wird, dennoch wage ich zu bezweifeln, dass sich das junge Fernsehpublikum, welches sich den Eurovision Song Contest im Ersten ansehen wird, auch weiterhin für das Fernsehprogramm der ARD entscheiden wird.

Die ARD sollte sich bereits jetzt Gedanken darum machen, wie sie junge Zuschauer auch weiterhin für ihr Fernsehprogramm begeistern kann. Mit Sicherheit wird es auch in Zukunft so sein, dass es die ARD trotz der GEZ-Gebühren nicht alleine schafft, ein ansprechendes Programm für die jüngeren Zuschauer auf die Beine zu stellen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Stefan Raab nochmals mit der ARD kooperieren wird, ist meiner Ansicht nach relativ gering, da dieser selbst in einem Interview mitteilte, dass er für seine Entscheidungen Freiheit und Flexibilität benötigt und dies bei den öffentlich-rechtlichen Sendern, die für alle neuen Ideen einen Antrag schreiben und vorlegen müssen, nicht gegeben ist.

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  • Was die Quoten beim ESC angeht, kann sich die ARD eigentlich nicht beschweren. Dazu brauchen sie ProSieben nicht. Sie brauchen Raab wegen eines neuen Konzeptes.
    PS: So neu ist die Meldung ja nicht…

  • Dafür dass diese Meldung ja nicht so neu sein soll, wusste ich noch nicht, dass Stefan Raab nun doch mit der ARD zusammenarbeitet. Ich finde es aber gut, dass ihr auch über vermeindlich ältere Nachrichten schreibt, die auf richtig großen Portalen ganz schnell in den Hintergrund rücken.

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