Kritik an RTL II-Sendung „Tatort Internet“ wird immer lauter

Seit einigen Tagen macht die RTL II-Sendung „Tatort Internet“ von sich reden und hat in Deutschland eine heftige Debatte nicht nur zum Thema Kinderschutz, sondern vor allem zu reißerischen Methoden der Medien ausgelöst.

Die Sendung setzt im Netz gezielt Lockvögel ein um potentielle Kinderschänder und Freunde von Kinderpornographie zu überführen. An sich ein rechtschaffenes Ziel, doch die Methoden sind mehr als fragwürdig! Während Stephanie zu Guttenberg, die in der ersten Folge selbst dabei war, das Format verteidigt, werden die Stimmen der Kritiker immer lauter.

Mehr als reißerisch wird hier mit dem Thema umgegangen und man wird das Gefühl nicht los als ginge es den Machern um die bloße Quote und nicht um die Thematik an sich. Nun wurde bekannt, dass ein angeblicher Täter, der in der Serie „überführt“ wurde, seit einigen Tagen verschwunden ist. Er arbeitete bei der Caritas, die ihn aufgrund der Vorwürfe sofort entließ. Seitdem hat ihn keiner mehr gesehen, zudem gilt er als höchst suizid-gefährdet! Das Ganze erinnert mehr an Lynch-Justiz als an faires Vorgehen.

Vor allem, wenn man weiß, dass die Bilder bereits im Mai dieses Jahres gemacht wurden, die Redaktion von RTL II es aber nicht für nötig hielt die Behörden und die Arbeitgeber vor der Ausstrahlung zu informieren! Nicht auszudenken, was in fünf Monaten alles passieren kann! Schäbig, dass man versucht mit solch einem ernsten und sensiblen Thema einfach nur Quote und Kohle zu machen. Gleichzeitig schürt die Sendung nur Angst, anstatt Lösungswege aufzuzeigen! Sicherlich muss gegen Kinderpornographie und -missbrauch etwas getan werden, aber nicht so! Als ob das Internet alleine Schuld ist an diesen Taten!

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